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Musikalischer Protest: "NO PEGIDA" von Yellow Umbrella - Ronny Trettmann - Tiny Dawson



Blues gegen Nazis am 04.02.2016 und 05.02.2016, Sparkassenarena Hildesheim

Bands der Stadt geben ein Statement ab gegen rechts.

Sowohl die Bands als auch die Organisator_innen und Dienstleister_innen verzichten auf ihre Gage, um den Charity-Gedanken des Events aufzunehmen. Die Erlöse aus den Einnahmen gehen aus aktuellem Anlass zu 100 Prozent an Projekte gegen rechts und zur Unterstützung der Flüchtlingshilfe.

Blues gegen Nazis wurde bereits 2002 von Regina Stolte und Hubsi Eggeling ins Leben gerufen. Seither ist die Veranstaltung stetig gewachsen. Mit dem Wachstum stiegen auch die Anforderungen und so wurde beschlossen, die Profis von audio coop mit ins Boot zu holen. Diese hatten bereits in der Vergangenheit mit technischem Equipment unterstützt und waren sofort Feuer und Flamme, dabei zu sein.

Das Programm:
Donnerstag, 04. Februar 2016
19.00 Uhr: The O-Jacks
20.00 Uhr: The Match
21.00 Uhr: The Big Swamp
22.00 Uhr: Kelley Wild
23.00 Uhr: Hellfire

Freitag, 05. Februar 2016
19.00 Uhr: Lucky Beggar & the dirty keys
20.00 Uhr: Kuddel Renners Amazing Blues Orchestra
21.00 Uhr: Lösekes Blues Gang
22.00 Uhr: Till Seidel Band
23.00 Uhr: The Blues Guys & The Guinness Horns
24.00 Uhr: B. B. & The Blues Shacks

Tagesticket: 15 € zzgl VVK-Gebühren, Abendkasse 20 €,
Festivalticket 20 € zzgl. VVK-Gebühren, Abendkasse 25 €

VVK bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen und in den Servicecentern der HAZ Hildesheim

Weitere Infos über die Bands gibt es auf tonkuhle.de .




Refugees Welcome Solikonzert WarmUp am Samstag, 09.01.16, 17 Uhr, KulturFabrik Löseke: HOBO

Mit den Singersongwritern Peter der Wolf, FaulenzA, Hisztory und der Jerg.

Vor dem Solikonzert ab 21 Uhr öffnet das Hobo zum gemütlichen Zusammensein. Dazu versorgen Peter der Wolf, Hisztory, FaulenzA und der Jerg das Publikum mit feinstem Singer/Songwriting und Rap. Die Volxküche bringt veganes Essen auf die Kneipentische. Es gibt Raum für Gespräche: Aufwärmen und Biertrinken.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden gerne entgegengenommen und kommen lokalen Initiativen, die Flüchtlinge unterstützen, zugute.

Weitere Infos auf der Website der KulturFabrik.

Refugees Welcome Solikonzert am Samstag, 09.01.16, 21 Uhr, KulturFabrik Löseke: Halle

Hip-Hop mit politischer Punchline mit Rana Esculenta, Kadoma und Hubert & Mehmet.

Der Eintritt beträgt 3 Euro. Spenden werden gerne entgegengenommen und kommen lokalen Initiativen, die Flüchtlinge unterstützen, zugute.

Weitere Infos auf der Website der KulturFabrik.




Aufruf des Bündnis gegen Rechts Hildesheim zur Teilnahme an Veranstaltungen in Algermissen am 7. November 2015

Algermissen ist bunt!

Vor einem Jahr hat sich der Kreisverband Hildesheim der Partei "Die Rechte" gegründet, angeblich in Algermissen. Die fb-Seite des Kreisverbandes lässt den Eindruck entstehen, sie agiere aus Algermissen heraus. Ein Beleg dafür liegt nicht vor.

Neben verschiedenen Aktionen und Kundgebungen im letzten Jahr fiel diese Partei durch die Organisation einer Demo in der Hildesheimer Nordstadt auf. Sie demonstrierten gegen eine herbei fantasierte "Überfremdung Deutschlands".

Ihnen entgegen stellten sich über 2000 Menschen in einer vielfältigen, bunten und lautstarken Demo und signalisierten dadurch, dass in Hildesheim für Neonazis kein Platz ist.

Im Verfassungsschutzbericht 2014 werden sie als eine der aktivsten und aktionsorientiertesten Gruppen in Niedersachsen vermerkt. Somit erachten wir weiteren Protest als sinnvoll und notwendig.

Daher rufen wir alle Bürger*innen in Stadt und Landkreis Hildesheim auf, an den Veranstaltungen "Algermissen ist bunt!" (ab 11.00 Uhr vor dem Rathaus in Algermissen) und "Den Nazis den Geburtstag vermiesen" (ab 15.00 Uhr am Bahnhof in Algermissen) teilzunehmen und gemeinsam mit der Algermissener Bevölkerung ein buntes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu setzen.

Algermissen bleibt bunt!


hildesheimer-allgemeine.de am 03.06.2015

Nazis verhelfen Flüchtlingen zu 10000 Euro

Hildesheim (br) - Auf 5000 Euro hatte Regina Stolte vorher gehofft, beim ersten überschlägigen Rechnen danach waren 7000 Euro herausgekommen - doch nun weiß die Frau vom "Bündnis gegen Rechts", dass der Spendenaufruf anlässlich der Anti-Nazi-Demo am 21. März sogar noch mehr Geld eingebracht hat: Beim niedersächsischen Flüchtlingsrat in Hildesheim sind insgesamt 9774 Euro eingegangen. "Ich finde das total klasse!", freut sich Stolte.

Sie hatte im März nicht nur gemeinsam mit Klaus Schäfer und anderen Bündnis-Mitstreitern die Gegendemo organisiert, sondern auch die Spendenaktion ins Leben gerufen. Als Vorbild diente eine Aktion in Wunsiedel. Dort marschieren Neonazis jedes Jahr am Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß, beim letzten Mal erliefen sie damit 10 000 Euro an Spenden für eine Nazi-Aussteigerprogramm - unfreiwillig, versteht sich: Für jeden Meter, den die Rechten zurücklegten, gaben Privatleute und Unternehmen 10 Euro.

In Hildesheim wurde der Betrag nicht an die Distanz gekoppelt, hier warb das Bündnis generell um Spenden für den Flüchtlingsrat. Mit großem Erfolg, wie die Summe von knapp 10 000 Euro zeigt. "Das ist wesentlich mehr, als uns vorher avisiert worden ist", berichtet Stolte.

Ein Teil des Geldes hat der Flüchtlingsrat bereits eingesetzt: Die Organisation bezahlt damit einen Sprachkurs für 20 Flüchtlinge, der am Montag dieser Woche bei der Volkshochschule begonnen hat. Die Teilnehmer kommen aus zahlreichen Ländern; sie haben nach Angaben von Flüchtlingsrats-Geschäftsführer Kai Weber bereits Arbeitsmarkt-Programme des Vereins absolviert. Die Spenden reichen auch noch für einen zweiten Kurs. Er soll voraussichtlich erst nach den Sommerferien starten. Der Flüchtlingsrat grübelt noch über die Details: "Möglicherweise sollen nur Frauen zum Zuge kommen, parallel gäbe es eine Kinderbetreuung", erklärt Weber. Deutsch-Kenntnisse sind für Flüchtlinge bei der Arbeitsuche elementar wichtig.

Für den 21. März hatten Rechtsradikale zu einer Kundgebung "Gegen Überfremdung" aufgerufen, der Zulauf hielt sich mit knapp 100 Teilnehmern sehr in Grenzen. Das "Bündnis gegen Rechts" brachte 2000 Gegendemonstranten auf die Beine, darunter mit Ingo Meyer auch erstmals seit langem den amtierenden Oberbürgermeister. Zwischenfälle gab es nicht - 1700 Polizisten verhinderten diese.


Sonnabend, 21. März 2015, 13.30 Uhr
Demonstration mit Abschlusskundgebung
"Hildesheim steht zusammen gegen Nazis"
Start: Platz "An der Lilie" (hinter dem Rathaus), Hildesheim


Während Hildesheim bunt demonstriert, machen die Braunen einen unfreiwilligen Spendenlauf!

Weitere Infos zur Demo sind hier.


28.02.2015
Erneut will die Partei "Die Rechte" eine Kundgebung in Hildesheim abhalten, diesmal ist die Inhaftierung von Riefling der Anlass.
Angezeigt haben sie den 28.02.2015 um 14.30 Uhr, als Ort ist der Platz "An der Lilie" vorgesehen.
Alle, die am Samstag ihren Spaziergang durch die Stadt machen, sollten das berücksichtigen und ihre Lieder lauter pfeifen als sonst.


ndr.de am 27.02.2015



tonkuhle am 26.02.2015



Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 26.02.2015



Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 25.02.2015



Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 18.02.2015



Kehrwieder am Sonntag am 15.02.2015



tonkuhle am 15.02.2015



Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 13.02.2015
Hildesheim (tw) - Charlie Chaplin hat am Freitagabend den DGB in Hildesheim beim Protest gegen eine "Mahnwache" von Neonazis unterstützt.




Vor 70 Jahren legte ein Bombenhagel Dresden in Schutt und Asche. Bei vielen Anlässen wird in diesen Tagen daran erinnert.

Doch gestern verknüpfte eine Gruppe von rund 30 Rechtsextremisten die Erinnerung mit Gedankengut, das der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nicht so stehen lassen wollte: Neonazis nutzten den Jahrestag der Bombardierung, um ihre fragwürdige Sicht der Kriegsereignisse bei einer „Mahnwache“ vor dem Hildesheimer Rathaus darzustellen – und auf Einladung des DGB setzte eine wesentlich größere Gruppe ein lautstarkes Zeichen dagegen.
Das hatte der DGB auch im vergangenen Jahr getan, als Rechtsextreme aus demselben Anlass in Hildesheim zusammenkamen. Doch die DGB-Vorsitzende Regina Stolte hatte damals nach eigenen Angaben das Gefühl, dass ein Plakat mit der Aufschrift „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus“ irgendwie noch nicht genug war. „Diesmal sollte unser Protest noch kreativer sein, um mehr zu bewirken“, erklärte Stolte. So flimmerte diesmal ein groteskes kleines Männchen mit Hitler-Bart über eine Leinwand am Rande des Marktplatzes: Charlie Chaplin in Auszügen des Films „Der große Diktator“, der Adolf Hitler bereits 1940 spöttisch demontierte.
Spott wählte die Gegenbewegung des DGB gestern auch sonst in der Begegnung mit den Neonazis: „Ihr habt den Krieg verlorn, ihr habt den Krieg verlorn“, schallte es über den Marktplatz. „Keine Zukunft für Nazis“ stand auf einem Plakat, „weil Nazis von vorgestern sind“. Die Polizei begleitete die Rechtsextremen, zu denen auch vom Bahnhof zum Marktplatz. In Hannover achteten die Beamten bereits darauf, dass Neonazis und Gegendemonstranten möglichst nicht in den selben Zug stiegen. Auf dem Markplatz trennte eine Kette von Polizisten die beiden Gruppen. Eine Rede aus den Reihen der rechtsextremistischen „Mahnwache“ ging in Pfiffen und Rufen unter.

Veröffentlicht am 13.02.2015


tonkuhle am 13.02.2015



Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 07.02.2015



Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 30.01.2015



Filmvorführung und Diskussion: "Die Arier"
Ein Dokumentarfilm von Mo Asumang

Donnerstag, 29. Januar 2015, 18.30 Uhr
Veranstaltungsort: Universität Hildesheim, AUDIMAX
Marienburger Platz 22 (Gebäude A)
31141 Hildesheim

Deutschlandweit marschieren Menschen, um gegen vermeintliche Überfremdung zu demonstrieren, PEGIDA, HoGeSa und Co. haben jedoch klar demokratiefeindliche und menschenverachtende Tendenzen und auch klare Verbindungen zu rechtspopulistischen und rechtsextremen Gruppierungen. Auch in Hildesheim wollen demnächst rechte Kräfte demonstrieren. Aber ebenso lang, wie es solche Märsche gibt, formiert sich auch ziviler Widerstand vor Ort. Anwohner_innen, Vereine und Verbände, Vertreter_innen aus der lokalen Politik und Demokrat_innen aus allen Bereichen der Gesellschaft zeigen mit vielfältigen Aktionen, dass es für diskriminierende, abwertende und antidemokratische Einstellungen keine Mehrheiten gibt.

Das Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt diese Zivilcourage und hat in Zusammenarbeit mit dem DGB Hildesheim und dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim die Regisseurin und Moderatorin Mo Asumang eingeladen, ihren neuen Film "Die Arier" in Hildesheim vorzustellen.

Schon in ihrem Regiedebüt "Roots Germania" hatte die Afrodeutsche mutig rechte Vorurteile und rassistische Argumentationen entlarvt. In ihrem aktuellen Streifen hinterfragt Mo Asumang die Ursprünge und Hintergründe des Arierbegriffs. Mit der Kamera geht sie dahin, wo sich eine Afrodeutsche sonst vielleicht besser nicht hintrauen sollte - sie besucht religiöse Fanatiker_innen, selbst ernannte Ariergruppen und sogar den Ku-Klux-Klan. Was passiert, wenn das "Opfer" den "Tätern" ungemütliche Fragen stellt, ist unterhaltsam, schonungslos dokumentierend und oft genug erschreckend authentisch.

Wir laden alle Interessierten zu der Filmvorführung und dem anschließenden Gespräch ein. Mo Asumang wird mit uns über ihren Film, über Zivilcourage und über Rassismus diskutieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

Das vollständige Programm inklusive Anmeldeformular finden Sie als PDF-Datei auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung .
Direkt anmelden können Sie sich hier.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um verbindliche Anmeldung.

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstaltenden werden ihnen den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder sie während der Veranstaltung von dieser ausschließen.

Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 18.01.2015
Riefling muss in Haft

Jena/Söhlde (abu) - Diesmal soll er wirklich hinter Gitter: Das Oberlandesgericht Jena hat jetzt bestätigt, dass der Söhlder Rechtsextremist Dieter Riefling wegen Volksverhetzung eine einjährige Haftstrafe absitzen soll. Der Anlass liegt schon einige Zeit zurück: Beim Rechtsrock-Festival „Rock für Deutschland“ im Jahr 2012 in Gera soll Riefling vor 700 Besuchern die Fernsehmoderatorin Mo Asumang rassistisch beleidigt haben.

Anlass war ihr Dokumentarfilm „Die Arier“, in dem sie sich auf die Suche nach dem Ursprung des Begriffs macht, unter anderem im Iran nach Spuren der ersten Arier sucht, aber auch Neonazis und Burschenschaftler interviewt und dabei meist ziemlich dumm aussehen lässt.

Das Amtsgericht Gera hatte neun Monate Haft ausgesprochen und zur Bewährung ausgesetzt. Das war Riefling zu viel und dem Staatsanwalt zu wenig – beide gingen in Berufung. Das Landgericht Gera erkannte wegen Volksverhetzung auf ein Jahr ohne Bewährung – ein Urteil, das das Oberlandesgericht Gera bestätigte, nachdem Riefling Revision eingelegt hatte.

Nun bleibt dem Rechtsextremisten noch der Weg vors Bundesverfassungsgericht, die Strafe muss er in Kürze trotzdem antreten. Ebenfalls wegen Volksverhetzung hatte das Landgericht Aachen Riefling im vergangenen September zu 13 Monaten auf Bewährung sowie zu einer Geldbuße von 750 Euro verurteilt.

„Riefling ist einer der ganz radikalen und gewaltorientierten Ideologen der Szene“ sagte der Politologe Hajo Funke im vergangenen Jahr der „Tageszeitung“. Nur wenige in Deutschland würden „noch radikaler agitieren und denken“, so der Wissenschaftler, der seit Jahrzehnten zur rechtsextremen Szene forscht.

Ergänzung: Die im Artikel der Hildesheimer Allgemeinen (18.01.2015) von Prof. Hajo Funke untersuchte Rede von Riefling am 3.8.2013 in Bad Nenndorf auf ndr.de: "Hetzrede belegt rechte Gewaltbereitschaft"


ndr.de am 10.01.2015
Welche Ursachen hat Pegida?
"Wissenschaftler der Hildesheimer Universität rufen dazu auf, sich mit den Hintergründen der Bewegung "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Pegida, auseinanderzusetzen. Sie wollen den Beweggründen der Anhänger auf den Grund gehen und planen außerdem Veranstaltungen zu diesem Thema. Die verbreitete Angst vor einer "Islamisierung" ist den Forschern zufolge längst nicht der einzige Grund für den Erfolg der Pegida-Bewegung. (...) Mit ihren Seminaren und öffentlichen Veranstaltungen wollen die Wissenschaftler "Kompetenzen zum Leben in einer pluralen Gesellschaft" vermitteln, wie die Universität mitteilte. Unter anderem soll es im Sommersemester eine Ringvorlesung zum Thema "Demokratie und Islam" geben."





Hildesheimer Allgemeinen Zeitung am 10.11.2014




foto kundgebung lilie